Lübeck, 24. Juli 2025 – Wenn am Freitagabend Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau die 136. Travemünder Woche offiziell eröffnet, sind die Ehrenamtlichen der Wasserwacht des DRK und dem Technischen Hilfswerk (THW) längst im Einsatz: Bereits seit dem Morgen laufen die Sicherungsmaßnahmen auf den bis zu fünf Regattabahnen vor Travemünde. Bis zum 27. Juli garantieren die Einsatzkräfte mit bis zu 30 Booten die Sicherheit der Seglerinnen und Segler aus aller Welt.
Die Zusammenarbeit von Wasserwacht und THW hat längst Tradition: Bereits seit über 25 Jahren sichern beide Organisationen als eingespieltes Team gemeinsam die Travemünder Woche – unterstützt von den Helfern der DLRG. Die Aufgaben sind vielfältig: medizinische Erstversorgung auf See, technische Hilfeleistungen, Sicherung des Regattabetriebs sowie das Schleppen und Bergen havarierter Boote.
Live-Sicherheitskoordination mit digitaler Lagekarte durch eigene App
Bereits beim Wasserwacht-Einsatz auf der Kieler Woche bewährt, wurde die selbst programmierte App zur Koordination der Wasserrettungseinsätze zur diesjährigen Travemünder Woche technisch weiter verbessert. Die Software visualisiert den aktuellen Standort und Status aller eingesetzten Boote sowie der Segler auf ihren Regattabahnen auf einer digitalen Seekarte in Echtzeit .
Die Plattform ermöglicht der gemeinsamen Einsatzleitung von Wasserwacht und THW eine noch präzisere Koordination aller Sicherungseinheiten – inklusive direkter Einbindung der Startboote und der Wettfahrtleitung.
„Das ist ein großer Fortschritt für die Einsatzführung und Wettfahrtleitung“, erklärt Ulrike Sündermann, Einsatzleiterin der Wasserwacht. „Wir sehen alle Ressourcen live auf der Karte und können bei Notfällen oder plötzlichen Kursänderungen der Wettfahrten sofort reagieren. Die Weiterentwicklung der App verbessert unsere Reaktionsgeschwindigkeit und die gesamte Sicherheit auf dem Wasser deutlich.“
Hoher Personaleinsatz für maximale Sicherheit
Rund 100 Ehrenamtliche der drei Organisationen sind auf See und an Land im Einsatz. Allein 60 Einsatzkräfte der Wasserwacht auf bis zu elf Booten, zwei davon aus Lübeck, übernehmen in wechselnden Zeitansätzen die Regattasicherung . THW und DLRG ergänzen die Flotte mit weiteren Booten für technische Hilfeleistung und Wasserrettung. Zu Spitzenzeiten sind bis zu 30 Boote gleichzeitig auf der Ostsee im Einsatz.
Sanitätsdienst an Land in Zusammenarbeit mit den Johannitern
Neben den Wasserrettungskräften übernimmt die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) die Hauptverantwortung für die sanitätsdienstliche Versorgung und das DRK unterstützt auch hier an Land. Doch auch außerhalb der offiziellen Veranstaltungszeiten der Festmeile kam es bereits zu über 15 Erste-Hilfe-Einsätzen, wo das DRK natürlich mit den eingesetzten Kräften der Wasserwacht auch zur Verfügung steht. Die gute Zusammenarbeit zwischen den Organisationen sichert eine lückenlose Betreuung der Veranstaltung.
Flexibilität und Erfahrung seit zwei Jahrzehnten
Die Regatten starten täglich ab 11:00 Uhr und dauern je nach Segelbedingungen bis in den Abend. Die Ehrenamtlichen reagieren flexibel auf die Anforderungen der Wettfahrtleitung und sind täglich ab 8 Uhr im Einsatz bis alle Segler zurück in ihrem Hafen sind. „Diese hohe Einsatzbereitschaft unserer Helferinnen und Helfer schätzen wir sehr. Wir alle setzen dafür sogar einen Teil unseres Jahresurlaubs ein“, betont Xenia Bovermann, ebenfalls Einsatzleiterin der Wasserwacht vor Ort.
Die gemeinsame Führungskomponente aus Wasserwacht und THW steht in ständigem Austausch mit der Wettfahrtleitung, der Wasserschutzpolizei und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Gemeinsam sorgen sie für einen sicheren Ablauf der 136. Travemünder Woche – auf See und an Land.
